Gemeinderat Straßkirchen beschließt Leitlinien für Baugebiete
Mit der künftigen Entwicklung von Baugebieten, der Kalkulation der Entwässerungsgebühren und verschiedenen Bauvorhaben hat sich der Gemeinderat Straßkirchen in seiner öffentlichen Sitzung am 31. August beschäftigt.
Für die Gebührenkalkulation der Entwässerungseinrichtung legte der Gemeinderat einstimmig einen neuen Kalkulationszeitraum von vier Jahren fest. Dieser umfasst die Jahre 2027 bis 2030. Ebenfalls einstimmig beschlossen wurde, den kalkulatorischen Zinssatz für diesen Zeitraum weiterhin auf 4,0 Prozent festzusetzen.
Mehrere Bauvorhaben beschäftigten anschließend das Gremium. Das gemeindliche Einvernehmen wurde unter anderem für die Änderung der Dachform einer Garage mit Terrassenüberdachung, für den Neubau eines Einfamilienhauses mit Carport am Hochfeldweg sowie für die Umnutzung eines Teils einer Garage als Pferdestall in Stetten erteilt.
Einstimmig abgelehnt wurde dagegen ein Antrag auf mehrere Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplans „Beim Heilmbauer“. Geplant war dort ein Einfamilienhaus mit Garage am Rosendornweg. Die beantragten Abweichungen betrafen unter anderem Dachform, Dacheindeckung, Dachüberstände und die Baugrenze.
Mehrheitlich beschloss das Gremium neue Leitlinien für die künftige Baulandentwicklung. Private Investoren sollen je Entwicklungsabschnitt maximal 5.500 Quadratmeter Wohnbaufläche und höchstens 20 Wohneinheiten entwickeln können. Größere Projekte sollen künftig ausschließlich durch die Gemeinde verwirklicht werden. Damit will der Gemeinderat die Entwicklung Straßkirchens langfristig stärker steuern.
Noch offen ist ein Zuschuss für den Neubau des Vereinsheims des Fischereivereins Irlbach-Straßkirchen. Der beantragte Zuschuss von 20.000 Euro sei im Haushalt 2026 derzeit nicht darstellbar. Die Verwaltung soll zunächst die bisherigen Vereinsförderungen erfassen. Anschließend soll eine einheitliche Richtlinie für künftige Zuschüsse erarbeitet werden.
Einstimmig beschlossen wurde zudem eine monatliche Wegstreckenentschädigung von 75,90 Euro für Bürgermeister Andreas Dengler, rückwirkend ab Mai 2026. Grundlage waren die aufgezeichneten Fahrten von Mai bis Juli. Die Sitzungsleitung übernahm für diesen Tagesordnungspunkt das lebensälteste Gemeinderatsmitglied Johannes Stegemann.
Unter den Bekanntgaben informierte die Gemeinde auch über aktuelle Auftragsvergaben für den Ganztag an der Schule. Für eine Kücheneinrichtung wurden rund 78.350 Euro brutto vergeben. Die Fensterarbeiten schlagen mit rund 208.157 Euro brutto zu Buche.
Weitere Themen waren die anstehende Abschlussveranstaltung der Dorferneuerung Paitzkofen am 8. September, ein Benefizkonzert des Bayerischen Polizeiorchesters am 23. Oktober sowie die Mitteilung, dass der Eigentümer des Restaurants Mampferia auf der Suche nach einem neuen Pächter ist.
Tempo 30 in der Heilmbauersiedlung
Bereits umgesetzt wurde zudem die neue Tempo-30-Zone in der Heilmbauersiedlung. Sie umfasst unter anderem die Schützenstraße, Pfreimdengasse, Frühlingsstraße, Heilmbauernstraße, Lerchenstraße, den Kapellenweg und den Rosendornweg.
Innerhalb der gesamten Zone gilt künftig grundsätzlich „rechts vor links“. Die bisherigen vorfahrtsregelnden Verkehrszeichen wurden deshalb weitgehend entfernt. Die Gemeinde bittet Verkehrsteilnehmer, sich auf die veränderte Verkehrsführung einzustellen und beim Befahren des Gebiets besonders aufmerksam zu sein.