Gäubodenhalle Straßkirchen besteht 25 Jahre – Große Jubiläumsschau

Bürgermeister Dr. Christian Hirtreiter (links) und RGZEV-Vorsitzender Franz Hiergeist vor der Gäubodenhalle

Im Jahre 1970 wurde der Geflügelzuchtverein Straßkirchen gegründet, umbenannt im Jahre 2019 in den zukunfts- und aussagekräftigen neuen Namen „Rassegeflügelzucht- und –erhaltungsverein Gäuboden und Umgebung e.V. Sitz Straßkirchen“ (RGZEV Gäuboden) aufgrund seiner überörtlichen Bedeutung. Nach einer Odyssee an Herbergswechseln ergab sich im Jahre 1996 durch eine Idee des damaligen 2.Bürgermeisters der Gemeinde Straßkirchen Willi Spanner an den Neubau einer Mehrzweckhalle auf den vorhandenen Asphaltbahnen des Eistockclubs Straßkirchen (ESC) am Ortsrand von Straßkirchen. Nach drei Jahren Entscheidungs- und Planungsphase wurde die Halle im Jahre 1999 in nur einem halben Jahr Bauzeit errichtet. Die Finanzierung des rd. 800.000 DM teuren Bauwerks war gesichert durch Zuschüsse und zinsgünstige Darlehen an den ESC durch den Bay. Landessportverband, durch Eigenmittel des RGZEV, erwirtschaftet aus sechs großen Landesschauen in den 1990er Jahren sowie durch Eigenleistungen und durch großzügige Beteiligung der Gemeinde Straßkirchen. Im Jahr 2000 wurde das Bauwerk bei dem größten Taubererfest aller Zeiten mit über 1000 Festgästen von 61 Vereinen eingeweiht und als Gäubodenhalle Straßkirchen benannt. Eine 132 Seiten umfassende Festschrift ist erschienen. Die Nutzfläche der Halle beträgt 1220 m² und der RGZEV verfügt über einen zusätzlichen Lager- und Versammlungs-/Bewirtungsraum von 270 m², von welchem 47 m² als „Taubererstüberl“ abgetrennt sind. Dieses ist zum Schmuckstück der Gäubodenhalle im Laufe der Jahre ausgebaut worden und dient der Abhaltung von monatlichen Stammtischen, Vorstandssitzungen und Versammlungen. Die Gäubodenhalle wird verwaltet von einem sog. Hallenverwaltungsrat, bestehend aus je drei Vertretern der Beteiligten, das sind die Gemeinde Straßkirchen, der ESC Straßkirchen und der RGZEV Gäuboden sowie dem 1.Bürgermeister als Vorsitzenden. Die Zusammenarbeit war von Anfang an äußerst harmonisch und völlig unproblematisch. Unmittelbar nach Fertigstellung der Halle im Herbst 1999 fanden als erste Ausstellung die Bundes-King-Schau mit 2517 Tauben und die Kreisschau Donau mit 1605 Tieren statt. Im Jahr der Einweihung fand die Niederbay. Bezirksschau mit 2283 Tieren statt. Seit Bestehen der Gäubodenhalle fanden 35 Ausstellungen aller Größenordnungen mit nahezu 70.000 Tieren, von der alljährlichen Vereinsschau über Kreis-/Bezirks- und Sonderschauen bis zu Hauptsonderschauen großer Sondervereine und sogar, nach fünf Jahren Landesschaupause, einer kleinen, aber feinen Bay. Landesschau im Jahre 2023 statt. Vier Bay. Kropftauben- und zwei Bay. Huhntaubenschauen mit stets imposanten Meldezahlen haben die Beliebtheit der Gäubodenhalle und des RGZEV Gäuboden unter Beweis gestellt. Das absolute Highlight war aber zweifelsohne die Weltschau der Tauben aus Modena mit 3.616 Tauben im Jahre 2022. Hier traf sich die Welt der Huhntauben in Straßkirchen und die Aussteller waren begeistert von den einmaligen Weltmeister- und Weltchampions-Trophäen. Die licht- und luftdurchflutete Gäubodenhalle bietet beste Voraussetzungen für die optimale Präsentation edlen Rassegeflügels. Eines der Aushängeschilder Straßkirchener Ausstellungen ist die Präsentation von Stämmen in schön ausgeschmückten Schauvolieren. Beim 125-jährigen Jubiläum des Bezirksverbandes Niederbayern wurden sage und schreibe 125 Voliere und Stämme aller Rassegattungen zur Schau gestellt und zur 50. Hauptsonderschau der Dt. Modeneser im Jahre 2014 waren 50 Stämme in 50 verschiedenen Farben zu bestaunen. Auch die Kataloge sind wunderbar gestaltet und es wert, aufbewahrt zu werden. Die Straßkirchener Preise sind nicht nur sehr reichlich, sondern auch attraktiv und wertvoll. Der gewichtige Straßkirchener Schirmherrnlöwe ist schon Tradition, der Gäubodencup innovativ. Zum 50-jährigen Vereinsjubiläum ist eine 216 Seiten umfassende Chronik „50 Jahre Rassegeflügelzucht im Gäuboden“ in Buchform erschienen. Am Vorweihnachtswochenende 20./21.12.2025 findet die große Jubiläumsschau „55 Jahre Rassegeflügelzucht im Gäuboden“ mit zahlreichen Volieren und Stämmen statt. Bereichert wird diese Jubiläumsschau durch die 7.Rassebezogene Europaschau der Wiener, Budapester und Prager Tümmler, die HSS der Altorientalischen Mövchen sowie die BSS´n der Dt. Modeneser und Strasser. Richard Weiß, der Obmann des österreichischen Partnervereins N 60 Wiener Neustadt/Lichtenwörth wird eine Sonderausstellung der „imperialen Taubenrassen“ mit einer Miniaturansicht von Wien, Prag und Budapest aufbauen und präsentieren. Am 20.Dezember 2025 nachmittags findet die Jubiläumsfeier mit zahlreichen Ehrengästen aus Nah und Fern als geschlossene Veranstaltung statt. Es werden nicht nur die Europachampions und Europameister gekürt, sondern auch Vereinsehrungen durchgeführt. Auch St. Nikolaus wird seinen Besuch abstatten. Samstag und Sonntag Vormittag ist geöffnet und die Ausstellung kann besichtigt werden. In bestimmt nicht leichter werdenden Zeiten sieht der Verein der Zukunft dennoch positiv entgegen. Denn für die kommenden Jahre stehen bereits wieder imposante Ausstellungen auf dem Programm wie 2026 die HSS der Dt. Schautauben, die 7. Bay. Huhntaubenschau, 2027 „Große und kleine Strasser unter dem Dach der Gäubodenhalle“, die RBES der Malteser, Florentiner und Huhnschecken sowie der Stellerkröpfer, 2028 die HSS der Dt. Modeneser, 2029 die RBES der Modena. Sogar eine weitere Weltausstellung steht auf dem Plan: Die SV der Schlesischen Kröpfer, der Starwitzer Flügelsteller sowie der Steiger- und Elsterkröpfer sind mit dem Wunsch auf eine Weltausstellung der Kropftauben aus Schlesien an den RGZEV herangetreten und mittlerweile steht der Termin fest, es ist der 22./23.12.2029. Der Verein hat aktuell 260 Mitglieder, darunter sogar den Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer sowie Landtagsabgeordneten und Staatssekretär a.D. Josef Zellmeier, Landrat Josef Laumer und Bürgermeister Dr. Christian Hirtreiter. Sage und schreibe 17 Preisrichter gehören dem Verein an. Die Kontinuität des Vereins wird unter Beweis gestellt, dass dieser seit Bestehen nur zwei Vorsitzende hat: Josef Wolf, der Gründungsvorsitzende war 29 Jahre 1.Vorsitzender und Franz Hiergeist führt den Verein seit dem Jahre 1999.

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