In grauer Vorzeit: »

Jungsteinzeit (Um 4500 bis 2000 v. Chr.)

In den Zwischeneiszeiten machen sich an vielen Stellen in Europa und auch bei uns die ersten Spuren von Menschen bemerkbar. Jäger und Sammler der ausgehenden Eiszeit um 10000 v. Chr. haben hier gehaust und sich von Höhlenbären, Rentieren, Nashörnern und ähnlichen jagdbarem Wild ernährt. Zusätzlich sammelten sie wilde Früchte in Wald und Flur. Da der Feuerstein durch Schläge leicht formbar war, diente er als Werkstoff für schmale Messerchen, Kratzer und Sicheln. Diese steinzeitlichen Menschen hausten mit ihren Familien in den natürlichen Höhlen oder Grotten. Vielfach zogen sie auch unstet umher. Weiter lesen »

Bronzezeit

Aus dem Kupfer der östlichen Alpenländer lernte man, durch Beimischung von Zinn aus dem Erzgebirge, die härtere Bronze gewinnen. Daneben blieb der bewährte und billige Stein vielfach im Gebrauch. Die Bronzezeit läßt sich am besten nach der jeweils vorherrschenden Bestattungsform gliedern: In die Hockergräber-Bronzezeit etwa um 1800 v. Chr., die Hügelgräber-Bronzezeit etwa um 1500 v. Chr. und die Urnenfelder-Bronzezeit etwa um 1200 v. Chr. Weiter lesen »

Hallstattzeit

Um 700 v.Chr. stellte sich mit der Hallstattkultur die Verarbeitung von Wissen ein, weshalb man diese Periode auch als die erste Eisenzeit bezeichnet. Das neue Metall verdrängte aber nur allmählich die Bronze bei Waffen und Werkzeugen, im Schmuck und bei Kleingeräten blieb man bei der Bronze.Es bestehen keine Anzeichen, daß die Hallstattkultur im Gefolge einer von schweren Kämpfen oder Katastrophen begleiteten Völkerwanderung zu uns gekommen ist. Weiter lesen »

Die Keltenzeit (Latenezeit) ( Um 500 v. Chr.)

Eine erste systematische Besiedelung des südlichen Donauraumes setzte um 500 v.Chr. durch das Volk der Kelten ein. Nach der großen Ausgrabungsstätte La Tene in der Schweiz wird diese Zeit auch die Latene-Kultur genannt. Die Kelten, ein Völkergemisch, dessen Urheimat die Oberläufe von Donau, Mosel unnd Rhein waren, gehörten zur indogermanischen Völkerfamilie, die einst aus dem asiatischen Raum, nämlich aus Indien nach Europa gekommen waren. Weiter lesen »

Die Römerzeit (15 vor bis 488 nach Christi)

Um 15 vor Christi Geburt schickte der römische Kaiser Augustus seine Stiefsöhne Drusus und Tiberius mit starken militärischen Kräften über die Alpen, um die keltischen Herrschaftsgebiete Raetia (in der wesentlichen Schweiz), Norikum (im wesentlichen Österreich), und Vindelicia (altbayerischer Raum), zu erobern. Von den keltischen Volksstämmen ließen sich die Raetier und Noriker ohne nennenswerten Widerstand unterwerfen und ihr Gebiet besetzen. Die Vindeliker ließen es auf das Schwert ankommen und leisteten erbitterten Widerstand. Den Römern gelang die Unterwerfung. Voralpenland und Donauraum wurden römische Provinzen. Der Historiker Benno Hubensteiner sieht den Grund für die Expansion der Römer in machtpolitischen Überlegungen. " Wie eine schwarze Wolke" habe die Keltengefahr den Aufstieg des römischen Reiches begleitet. Weiter lesen »

Das alte Dorf: »

Erste urkundliche Erwähnung

Die erste Nachricht über die Geschichte eines Dorfes gibt sein Name. Immer aber bleiben Rätsel, so auch für unser Dorf. Weiter lesen »

Grundherrliche Verhältnisse

m Nachfolgenden sind verschiedene Besitzveränderungen geistlicher und weltlicher Grundherrschaften in alter Zeit beschrieben: Zu Abt Wolfgang von Oberaltaich (1184 bis 1194) kam der offenbar geldbedürftige Ritter Walther von Falkenstein mit der Bitte, daß dieser zwei Höfe in Pfand nehme, einen in Putzenhofen um 27 Pfd., und einen in Straßkirchen um 20 Pfd. Dabei galt die Abmachung, daß die Gefälle von diesen Höfen dem Kloster gehören, solange die Pfandschaft dauere. Weiter lesen »

Gericht und Verwaltung

Für Straßkirchen bestand seit altersher zwischen den Gerichtsbezirken Straubing und Natternberg eine sehr kuriose Grenzziehung. Das Dorfgebiet der linken Bachseite gehörte zum Landgericht Straubing, das der rechten zum Landgericht Natternberg. In gleicher Weise wurde Haberkofen in zwei Halbdörfer getrennt. Das Landgericht Natternberg ist um 1400 durch die Abspaltung vom Landgericht Deggendorf entstanden, wobei es zuerst Pfleger auf dem Natternberg gab, die später Richter zur Seite bekamen. Weiter lesen »

Die alte Bauernwelt »

Bauernleben einst und jetzt

Fast ein Jahrtausend lang war der Bauer nicht Herr des Grund und Bodens, den er bewirtschaftete. Ein Grundherr hatte das Obereigentum und des Bauern Rechte waren bescheiden. Das war jedoch nicht immer so. Zur Bajuwarenzeit im sechsten Jahrhundert waren die Bauern frei. Weiter lesen »

Altbezeugte Höfe

Von den Höfen, für die bis in das Mittelalter zurückreichende alte Urkunden vorliegen, werden zur Darstellung der einstigen Besitzverhältnisse, der Zehentrechte und der Hof- und Gebäudebeschaffenheit vier besonders markante Besitzungen und ihre Geschichte im Wandel der Jahrhunderte vorgestellt und gleichzeitig ein kleiner Einblick in die Lebensgewohnheiten von einst gegeben. Weiter lesen »

Die Gemeinde: »

Von der Dorfschaft zur Gemeinde

Die Nachbarschaft der Bauern im Dorf in ihrem ursprünglichen, heute vergessenen Sinn als kommunale Organisation hat Dr. Kramer in mühseliger Auswertung jahrhundertealter Akten als die rechtstragende Gemeinschaft der Bauern im Dorf neu entdeckt. Weiter lesen »

Einwohnerstand, Gemeindegebietsreform

Rund 80 Jahre nach der schrecklichen Pestilenz um 1570, die nur acht Einwohner am Leben ließ (siehe Abschnitt "Die Pest"), und sieben Jahre nach Ende des Dreißigjährigen Krieges, sind erste Vergleichszahlen über den Stand der Bevölkerung in Straßkirchen faßbar. Weiter lesen »

Bauliche Entwicklung

Das Dorfbild vom alten Straßkirchen gibt es nicht mehr. Spätestens nach Ende des Ersten Weltkrieges, verstärkt aber nach dem Zweiten Weltkriege, hat es sich entscheidend gewandelt. Weiter lesen »