Am Dienstag, 13.1.26, gaben die Polizeibeamten Manfred Reumann und Markus Wargitsch einen informativen Vortrag zum Thema Einbruchschutz. Die öffentliche Veranstaltung im Pfarrheim St. Stephanus richtete sich an Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde Straßkirchen im Rahmen der gemeindlichen Seniorenarbeit durch den Seniorenbeauftragten Norbert Kiendl.
Gefahren kennen hilft Risiken auszuschließen
In diesem Vortrag wurden Seniorinnen und Senioren sensibilisiert, wenn es um den Schutz vor Kriminalität geht. Mit den Tipps und Ratschlägen von dem erfahrenen „Kriminalpolizeilichen Fachberater“ Manfred Reumann konnte man seine persönliche Sicherheit stärken. Wer die Gefahren kennt, kann viele Risiken ausschließen, so Hauptkommissar Reumann eingangs.
Psychische Folgen durch Einbrüche
Zu Beginn gab Hauptkommissar Reumann einen Überblick über die Gefährdung durch Einbrüche. Er wies darauf hin, dass allein im Jahr 2024 236 Einbrüche im Gebiet des Polizeipräsidiums Niederbayern zu verzeichnen waren, diese Zahl sei besser im Vergleich zu anderen Regionen, jedoch sei trotzdem Vorsicht geboten. Neben dem materiellen Schaden ist auch das verlorengegangene Sicherheitsgefühl der Geschädigten eine psychische Folge durch die Verletzung der eigenen persönlichen Privatsphäre.
Daher ist der Themenbereich „Einbruchschutz mit mechanischer Sicherheitstechnik“ von zunehmender Wichtigkeit, stellte der engagierte Polizeibeamte mit fast vierzig Dienstjahren Erfahrung heraus.
Die Polizei empfiehlt grundsätzlich eine Nachrüstung insbesondere von Türen und Fenstern mit mechanischen Sicherungseinrichtungen mindestens der Widerstandsklasse RC 2 (früher WK 2) für Privatwohnungen und Häuser. Die geeigneten Unternehmen bieten in der Regel neben den entsprechenden Produkten auch den fachgerechten Einbau. Mechanische Sicherungen sind mehr als Abschreckung, helfen tatsächlich im Alltag und verhindern, dass Einbrecher zugreifen.
Prävention hilft
Ein mögliches Qualitätsmerkmal sind Zertifikate der Unternehmen bzw. ihrer Produkte. Damit der Verbraucher auch richtig einschätzen kann, was zur Installation wirklich geeignet ist und präventiv hilft, wurde anhand von praktischen Beispielen im Falle einer Sanierung der heimischen Wohnung konkret das Vorgehen erörtert.
Manfred Reumann klärte die Anwesenden weiter über die statistische Einbruchsituation in Bayern im Laufe der vergangenen Jahre auf und stellte die Häufigkeiten der jeweiligen Einbruchsarten dar. Dann wurde detailliert und mit realen Werkzeugen ausgeführt, mit welchen Hilfsmitteln ungebetene Gäste in Häuser einbrechen. An praxisbezogenen Beispielen veranschaulichte der Referent Schwachstellen an und im Haus sowie welchen Einbruchschutz man vornehmen kann. Beliebt bei Kriminellen sind Tricks an der Haustür, um ins Haus oder die Wohnung zu kommen. Als wichtigen Punkt führte Manfred Reumann aus, dass man sich bei uns im ländlichen Raum kennt und man auf verdächtige Personen oder Fahrzeuge in der Nachbarschaft achten sollte. Es wurde auch Informationsmaterial in Form von Broschüren weitergeleitet.
Polizeibeamter führt kostenlose Beratungen durch
Manfred Reumann wies auf sein kostenfreies Beratungsangebot auch im Rahmen von Ortsterminen hin. Besser einmal zu oft bei der Polizei angerufen als einmal zu wenig, erklärte der Polizeibeamte plakativ. Hilfreich sind auch Präventionsmaßnahmen im Haushalt, fasste Reumann abschließend zusammen: Sicherungen an Türen und Fenstern, Alarm- und Videoüberwachung, gute Beleuchtung rund um das Haus, insbesondere Zugänge sichern und Nachbarschaftshilfe aktivieren. Mit einer allgemeinen Fragerunde schloss Manfred Reumann seinen kurzweiligen und informativen Vortrag. Polizeibeamter Manfred Reumann schloss seinen Vortrag gekonnt ab: „Guter Einbruchschutz beginnt bei jedem Einzelnen – mit kleinen, konsequent umgesetzten Maßnahmen lässt sich viel verhindern. Informieren, schützen, zusammenhalten – ist das Motto.“

