Bei der Versammlung der Feldgeschworenen der Gemeinde Straßkirchen am 17.3.2026 im Straßkirchner Ratssaal wurden wichtige Themenfelder erörtert. Der Obmann der Feldgeschworenen, Josef Spanner, hatte zu traditionell üblichen Jahresversammlung eingeladen. Unter anderem wurde berichtet, dass das Amt des Feldgeschworenen in Bayern eine lange Tradition habe. Es ist das älteste kommunale Ehrenamt, dessen Ursprünge bis ins 13. Jahrhundert zurückreichen. Das Feldgeschworenenwesen gehört heute zum Weltkulturerbe. Feldgeschworener sei man ein Leben lang. Deren Mitwirkung stellt bei der Sicherung der Grundstücksgrenzen auch heute noch einen Modellfall bürgernaher Verwaltung dar. Als wichtigste Aufgabe der Feldgeschworenen bezeichnet das Gesetz die Mitwirkung beim Abmarken der Grundstücke. Zur Abmarkung zählen nach dem Abmarkungsgesetz insbesondere das Anbringen von Grenzzeichen, das Verbringen von Grenzzeichen in die richtige Lage, das Erneuern sowie das Entfernen von Grenzzeichen. Es wurde auf die öffentlich zugängliche Internetanwendung „Bayern-Atlas“ eingegangen werden. Damit können amtliche Karten und Luftbilder der Bayerischen Vermessungsverwaltung betrachtet werden, sowie in historischen Karten, dreidimensionale Gelände- und Gebäudedaten und saisonale Themenkarten recherchiert werden.
Moderne Unterstützung der Feldgeschworenen durch den „Bayern-Atlas“
Zur Unterstützung ihrer Aufgaben erhalten aktive bayerische Feldgeschworene einen kostenlosen Zugang zur Online-Anwendung „Bayern Atlas-plus“, was bei der Ausübung im Ehrenamt hilft. Bürgermeister Christian Hirtreiter dankte allen Feldgeschworenen für das Engagement in diesem wichtigen Ehrenamt. Hirtreiter berichtete zu aktuellen Maßnahmen und stellt die positive Entwicklung der Gäubodengemeinde dar. Er ging auf die nach 43 Jahren Betrieb sanierte VG-Kläranlage ein. Im gerade fertig gestellten neuen Maschinenhaus werden in wenigen Wochen die mechanische Reinigung und der Sandwäscher in Betrieb genommen. Das Havariebecken ist bereits verrohrt. Ab 23. März werden die letzten Bauarbeiten durch die Fa. Strabag zu Verfüllung des Schlammpolders in Angriff genommen. Der Bau mit der notwendigen Klärschlammentwässerungsanlage läuft planmäßig und am 13. April 2026 wird das Schmutzwasser vom Industriegebiet in den Klärprozess eingespeist.