Gefördertes Energiecoaching liefert erste Ergebnisse

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Matthias Obermeier (Bildmitte, Energieexperte) greift im Straßkirchner Ortskern beim vollfinanzierten Energiecoaching-Projekt der Regierung von Niederbayern an: bis Sommer 2026 werden von dem Ingenieur-Team u.a. Investitionsempfehlungen für Liegenschaften zur optimalen Energienutzung erarbeitet. Die ersten Ergebnisse sind bereits fertig. Im historischen Gasthof „Zur Post“ wurden auf den freien Dachflächen bereits Potentiale für Dachflächen-Photovoltaikanlagen untersucht. Die Kämmerin und stellv. Geschäftsstellenleiterin Jana Hofmann (rechts) und Bürgermeister Christian Hirtreiter (links) freuen sich auf die Endergebnisse, die als Basis für weitere Planungen dienen.

Ein weiterer Schritt in Richtung Energiewende: Die Regierung von Niederbayern wählte die Gemeinde Straßkirchen als Teilnehmer für das Förderprogramm „Energiecoaching_Plus“ aus. Mit diesem Projekt gibt das „Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie“ kleinen und mittelgroßen Kommunen die Möglichkeit, gezielt konkrete Energie-Maßnahmen mit Unterstützung eines Energiecoaches umzusetzen. Insgesamt werden 12 Kommunen in Niederbayern auf diesem Weg begleitet.
Im Zuge des Förderprogramms „Energiecoaching_Plus“ wurden im gesamten Gemeindebereich bereits einige Bereiche in Angriff genommen, und eine Analyse die Wärmeversorgung für die mögliche Wohnbebauung in Verlängerung zur Robert-Koch-Straße, die energetische Analyse des Gasthofs „Zur Post“ und die Untersuchung von energetischen Optimierungen von gemeindlichen Liegenschaften läuft bereits.
Das Coaching wird eine fundierte Entscheidungsgrundlage für zukünftige Maßnahmen zur nachhaltigen und wirtschaftlichen Energieversorgung der Gemeinde liefern.
Die Ingenieure des bayernweit aktiven Ingenieurbüros „Nigl + Mader“ aus Röhrnbach, die von der Regierung von Niederbayern für das Energiecoaching ausgewählt wurden, gestalten damit einen wichtigen Schritt für den kommunalen Klimaschutz und für eine effiziente und nachhaltige Energiepolitik. Dank der freistaatlichen Förderung von 100 % entstehen der Gemeinde Straßkirchen dafür keinerlei Kosten. Spezielle Photovoltaik-Ziegel ermöglichen Solarenergie auf denkmalgeschützten Gebäuden, da sie optisch kaum von traditionellen Biberschwanz- oder Glattziegeln zu unterscheiden sind und sich flächig in ein historisches Dachbild integrieren, so Obermeier bei dem Ortstermin. Hierdurch werden auch Denkmalschutzauflagen erfüllt. Dadurch entsteht beim historischen Gasthofkomplex „Zur Post“ zusätzlich zur Erweiterung der bestehenden 34-kWp-Dachflächenanlage und der ergänzenden Anbringung von Dachflächen-PV-Modulen auf der westlichen Dachseite möglicherweise ein erhebliches Potential. Mit einem Scheibentausch bei denkmalgeschützten Gebäuden könne man die Energieeffizienz gleichzeitig verbessern, so Matthias Obermeier (M.Sc.). Der Wechsel von einigen Beleuchtungskörpern bei örtlichen Straßenlampen könne ebenso unter Ausnutzung von Förderprogrammen eine weitere Energieeinsparung bringen, erläuterte Matthias Obermeier in Absprache mit den Stadtwerken Straubing. Auch eine genaue Machbarkeitsstudie für eine Heizzentrale im Rahmen einer möglichen Wohnbebauung in Verlängerung zur Robert-Koch-Straße ist derzeit in Bearbeitung. Obermeier stellte auch vor, dass in Kooperation mit der Regensburger Fa. Createch, welche den gemeindlichen Klimawärmeplan erstellt hat, bereits die Kontaktaufnahme im Hinblick auf die Netzoptimierung und die „Explorationsinitiative für eine Geothermiestudie“, wo es ebenfalls eine Vollförderung von universitären Leistungen gibt, erfolgte.

Der Umfang des vollfinanzierten Förderprojektes beträgt über 8000 Euro und wird bis zum Sommer 2026 abgeschlossen. Bürgermeister Christian Hirtreiter freute sich, dass im Rahmen des Coachings die zertifizierten Energieexperten Matthias Obermeier und Sebastian Weisz gemeinsam mit der Gemeinde den individuellen Energieverbrauch und wichtige Potentiale genau unter die Lupe nehmen. Darauf aufbauend werden maßgeschneiderte Maßnahmen entwickelt: von einfachen Verhaltensänderungen bis hin zu konkreten Investitionsempfehlungen in energieeffiziente Technik. Christian Hirtreiter, der den Förderantrag gestellt hatte, war besonders erfreut, dass die bereits erarbeiteten Ergebnisse der Gemeinde eine verlässliche Basis, um künftige Investitionen verantwortungsvoll und im Sinne unserer Bürgerinnen und Bürger zu planen, bieten.

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