Ausstellung im Pfarrheim Straßkirchen eröffnet – Bezirkstagspräsident lobt Engagement vor Ort

Gruppenbild der Künstlergemeinschaft mit Dr. Olaf Heinrich und Hubert Huber (Vorsitzender des BBK Niederbayern)
Gruppenbild der Künstlergemeinschaft mit Dr. Olaf Heinrich und Hubert Huber (Vorsitzender des BBK Niederbayern)

Kunst zu schaffen ist für junge Menschen eine sinnvolle Möglichkeit der Freizeitgestaltung, vor allem in Zeiten digitaler Medien. In der Gemeinde Straßkirchen, in der es die erste Kunstmittelschule in Niederbayern gibt, wird nicht nur das Kunstschaffen gefördert, sondern es werden auch die Werke der jungen Künstler ins Licht der Öffentlichkeit gerückt. Am Donnerstag, 19.2.26, geschah dies erneut im Rahmen der Eröffnung einer Kunstausstellung mit Jugendwettbewerb im Pfarrheim St. Stephanus, die von der Gemeinde in Zusammenarbeit mit der Straßkirchner Künstlergemeinschaft organisiert wurde.
Bürgermeister Christian Hirtreiter begrüßte die rund 80 geladenen Gäste, darunter auch die Vertretung der Pfarrei St. Stephanus sowie Hubert Huber, Vorsitzender des Berufsverbandes Bildender Künstler Niederbayern. Hirtreiter hob das hohe Potential der aktiven Künstler in Straßkirchen sowie der Nachwuchskünstler hervor. Insgesamt werden 91 Gemälde, 120 Holzobjekte sowie 40 Bilder der Jugend ausgestellt. „Es ist alles dabei, von Öl bis Aquarell“, so Hirtreiter und zitierte Pablo Picasso, demzufolge „Kunst den Staub des Alltags von der Seele wäscht“. Er wünschte den Gästen einen „staubfreien“ Austausch mit guten Gesprächen.
Warum „Kunst verbindet“ stand dann im Mittelpunkt der Festrede von Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich. Er ging auf das uralte Bedürfnis der Menschen ein, Kunst zu schaffen, indem sie schon vor über 30.000 Jahren an Höhlenwänden Malereien hinterließen. Betrachte man heute diese Werke, fühle man sich den Menschen von damals sofort verbunden. „Kunst ist eine universelle Sprache über Raum und Zeit hinweg.“ Doch Kunst fördere auch das Miteinander, da die jeweiligen Gedanken, Gefühle und Perspektiven des Künstlers transportiert werden. „Verändert man die eigene Perspektive, weg von seiner normalen Rolle im Alltag, kann man sich in den anderen besser hineinversetzen.“ Dies sei in der heutigen Zeit besonders wertvoll. Und zuletzt fördere die Kunst auch die Gemeinschaft, indem man sich selbst und die Gesellschaft hinterfrage, so Heinrich.
Junge Menschen erleben über die Kunst – vor allem bei einer öffentlichen Ausstellung wie dieser – dass sie selbst und das, was sie tun, ernst genommen werden. „Sie schauen nicht nur zu, sondern bringen sich selbst mit ein. Das ist ein reales Erlebnis und eine besondere Form der Persönlichkeitsentwicklung“, so der Bezirkstagspräsident, der deshalb in der Förderung von Kunst und Kultur eine wichtige Investition in die Zukunft einer Gemeinde sieht. Er dankte allen, die sich in Straßkirchen dafür einsetzen – die Vertreter der Kommune genauso wie die Mitglieder der Straßkirchner Künstlergemeinschaft.

Landschaftsbild von Melissa Faltermeier und Blumenbild von Maria Lorenz, Holz-Flamingo von Walter Lorenz und Holzskulptur von Johann Dörfler

Seitenende