Preisverleihung des Jugendkunstwettbewerbs in Straßkirchen

Gruppenfoto
Überregionale Straßkirchner Kunstausstellung mit Jugendwettbewerb: der Jugendkunstwettbewerb „Meine Heimat“ war ein Erfolg. Im Bild die bestplatzierten Teilnehmerinnen des Wettbewerbs in der ersten Reihe sitzend (von links): Anastasia Schopp, Lina Ostermeier, Lena Ertl, Anna Ehrl (Gesamtsiegerin) und Julia Christ bei der Preisverleihung zusammen mit den Mitgliedern der Straßkirchner Künstlergemeinschaft: von links: Ralf Zierer, Brigitte Tarras, Gottfried Cech, Walter Lorenz, Johann Dörfler, Rektor Martin Leukam, Johann Orth, Pfarrer Gerhard Pöpperl, Festrednerin Schulamtsdirektorin Bianca Luczak, Mellissa Faltermeier, Ingrid Faltermeier und Bürgermeister Christian Hirtreiter

Kunst ist in Straßkirchen für „Jung und Alt“ wichtig – Engagierte Teilnehmer beim Jugendwettbewerb wurden ausgezeichnet – 80 Teilnehmer bei der Finissage der Straßkirchner Kunstausstellung

Auf Initiative von Bürgermeister Christian Hirtreiter fand in Zusammenarbeit mit der Grund- und Mittelschule im Rahmen der diesjährigen Straßkirchner Kunstausstellung aller örtlichen Künstler ein Jugendkunstwettbewerb statt. Am Montag, 23.2.2026, war im Pfarrheim St. Stephanus die Preisverleihung des Jugendkunstwettbewerbs zum Thema „Meine Heimat“. Eingeladen zu der Preisverleihung waren neben ausgewählten Honoratioren auch die Eltern.
Die Straßkirchner Künstler wollen mit ihrem Engagement die Bevölkerung und vor allem die Jugend an die Kunst als Ausdruck der eigenen Kreativität und Form der Selbstverwirklichung heranführen. Die Sparkasse Niederbayern-Mitte hatte die Preise für die jungen Preisträgerinnen und Preisträger gestiftet. Seit vielen Jahren besteht im Bereich der Kunst ein sehr positives Zusammenwirken der Künstlergemeinschaft mit der örtlichen Grund- und Mittelschule Straßkirchen (GMS), betonte Bürgermeister Christian Hirtreiter

„Wo Kunst entsteht, da wächst Gemeinschaft“

Bürgermeister Christian Hirtreiter stellte heraus, dass wo Kunst entsteht auch die Gemeinschaft wachse und bekräftigte, dass man nicht nur Freude durch Kunstschaffen erlangen könne, sondern auch die Möglichkeit habe durch künstlerisches Arbeiten sich selbst zu verwirklichen und den Alltag zu vergessen. Gerade für die Jugend sei es wichtig aktiv zu sein und nicht nur passiv zu konsumieren. Durch die Kunstausstellung und den Jugendwettbewerb soll ein verstärktes generationsübergreifendes Engagement für den Heimatort angestoßen werden. Er bedankte sich für das ausgezeichnete Zusammenwirken verschiedener Institutionen, der Schule, der Straßkirchner Künstlergemeinschaft, sowie der Sparkasse Niederbayern-Mitte um den Jugend-Wettbewerb und die Ausstellung zu realisieren. Pfarrer Gerhard Pöpperl erinnerte sich in seinem Grußwort an seine eigenen Erfahrungen im Kunstunterricht und betonte den Wert von Kunst für die Persönlichkeitsbildung.

Der Straßkirchner Rektor Martin Leukam betonte den Wert eigenen Kunstschaffens für die Entwicklung von Schülerinnen und Schülern. Seit vielen Jahren sei die Thematik „Kunst“ in Straßkirchen wichtig. Dadurch werde die Jugend angespornt selbst künstlerisch tätig zu werden und mit Kreativität Kunstwerke, wie bei dem diesjährigen Jugendwettbewerb, zu gestalten. Das Engagement und das Konzept zum künstlerischen Profilschwerpunkt in Straßkirchen sei über Jahre gewachsen und sei für die ganzheitliche Bildung und Entwicklung der jungen Menschen enorm wichtig. Leukam hob die über viele Jahre laufende intensive und freundschaftliche Zusammenarbeit mit der Künstlergemeinschaft hervor und betonte das hohe Engagement auch der Lehrerschaft um dem Bildungsauftrag gerade in kreativen Bereichen zu erfüllen.

„Kunst in der Heimat – Heimat in der Kunst“

Die Vertreterin des Staatlichen Schulamts im Landkreis Straubing-Bogen, Schulamtsdirektorin Bianca Luczak, hielt die Festrede zum Thema „Kunst in der Heimat – Heimat in der Kunst“. Dabei konzentrierte sich die Rednerin auf die verschiedenen Facetten von „Heimat“. Bei der eindrucksvollen Rede spannte sie vor den 80 Gästen eine Spannungsbogen von wichtigen Identifikationsmerkmalen in der eigenen Heimat und sprach darüber, wie Künstlerinnen und Künstler seit Jahrhunderten ihre persönliche und gesellschaftliche Vorstellungen von Heimat in Bildern, Skulpturen, Literatur und Musik ausdrücken. Auch moderne Positionen wurden thematisiert. Am Beispiel der Kunst in der Kriegszeit zeigte die Rednerin, wie Erfahrungen von Flucht und politischer Entwurzelung den Heimatbegriff neu definieren. In einer globalisierten Welt sei Heimat oft fragmentiert und vielschichtig, jedoch sei gerade auch der heimatliche Dialekt, wie auch traditionelle Feste, ein Teil der „Heimat“ und mehr als nur „Beiwerk“. Der Begriff „Heimat“ ist nicht statisch, so Luczak, sondern bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Erinnerung, Identität und Wandel. Die Rede schloss mit einem Appell: Kunst könne Brücken bauen, Verständnis schaffen und unterschiedliche Heimatvorstellungen miteinander ins Gespräch bringen. Das Publikum reagierte mit Applaus und angeregten Diskussionen, vor allem auch durch die verteilten Zitate von bekannten Persönlichkeiten, die Aussagen zum Heimatbegriff getätigt hatten, im Anschluss an die Veranstaltung. Die Schulamtsdirektorin sichert zu die Schulfamilien der Grund- und Mittelschulen in ihrer herausfordernden Arbeit zu stärken und zu stützen, so Erreichtes zu erhalten und im Idealfall zur Weiterentwicklung beizutragen.

Preise vergeben

In den verschiedenen Altersstufen wurden insgesamt 14 Preise vergeben. Gesamtsiegerin war Anna Ehrl, gefolgt von Lina Ostermeier, Anastasia Schopp und Lena Ertl. Die weiteren bestplatzierten anwesenden jungen Wettbewerbsteilnehmer waren: Julia Christ, Lea Deichslberger, Jasmin Muszeika, Roliana Issa, Ali Issa, Luisa Weinzierl, Sophia Steinbauer. Gerade die Beiträge aus der Mittelstufe waren eindrucksvoll und hatten tolle Kunstwerke zum Inhalt. Wobei hier gerade die Verbundenheit mit der Natur und den markanten Plätzen im heimischen Dorf der Schwerpunkt waren. Die vier ersten Preisträger erhielten jeweils einen Einkaufsgutschein und Gutscheine für Kunstschulungen bei erfahrenen Mitgliedern der Künstlergemeinschaft. Die Sparkasse Niederbayern-Mitte unterstützte diesen Wettbewerb und die Kunstausstellung finanziell großzügig. Die Kunstausstellung und der Kunstwettbewerb sollen die heimatliche Gemeinschaft fördern und auf örtliche Potentiale hinweisen, sowie der Jugend vorbildliches Kunstschaffen als Möglichkeit der sinnvollen Freizeitgestaltung vorstellen, wie die Redner betonten.
Musikbeiträge rundeten den Abend ab
Die musikalische Umrahmung der Veranstaltung hatte Annette Schubert mit einer Musikgruppe aus Schülerinnen der örtlichen Schule übernommen. Es waren bei der musikalischen Darbietung dabei: Annette Schubert (Keyboard), Maria Freitas (Gitarre), Nina Genau (Querflöte) und Martina Hirtreiter (Cajon). Kunst und Musik sind Teil der Weiterentwicklung des individuellen Profils und helfen bei der Persönlichkeitsbildung, waren sich alle teilnehmenden Freunde der Kunst einig. Manche jungen Preisträger kamen erst spät am Abend mit ihren Eltern nach Hause. Bei angenehmen Gesprächen der jungen Preisträger mit den erfahrenen Mitgliedern der Künstlergemeinschaft klang der Abend bei einem Imbiss im Pfarrsaal aus.

Gerade die vierzig Wettbewerbsbeiträge der jüngsten Künstlerinnen und Künstler banden sich gleichwertig in die Straßkirchner Kunstausstellung ein. Die Beiträge insbesondere der Preisträger – u.a. Collagen sind zeitlos schön und binden die Natur mit ein. Im Bild ein Holzkunstwerk von Walter Lorenz: „Der Mensch“ und des Großvaters einer der bestplatzierten Jugendpreisträgerinnen, Johann Orth, „Berglandschaft“

Seitenende