Zwei Gesellen des Mauererhandwerks und des Steinmetzhandwerks auf der Walz sprachen bei Bürgermeister Christian Hirtreiter und Kämmerin Jana Hofmann im Rathaus von Straßkirchen vor. Herzlich aufgenommen dankten die beiden Nordlichter Raffael Funk und Raphael Maark dem Bürgermeister mit einem Spruch für eine gute Zukunft für die Gemeinde und deren Bürgerinnen und Bürger. Nach dem Vorsprechen erhielten die Wandergesellen einen amtlichen Stempel in ihr Wanderbuch.
Beide sind bereits seit zwei Monaten bzw. seit 5 Jahren der Steinmetz-Geselle auf der Walz in Deutschland, der Schweiz und in Amerika unterwegs und haben sowohl schon viele Städte und Gemeinden als auch Betriebe gesehen. Der eine muss mindestens seine drei Jahre als Geselle sein Bestes, mindestens 50 Kilometer von zu Hause entfernt, geben, damit die Wanderjahre anerkannt werden. Der diensterfahrene bereits über viele Unternehmen und Betriebe in vielen Ländern kundige Altgeselle wird sich demnächst wieder in die Heimat begeben.
Bürgermeister Hirtreiter und Kämmerin Hofmann wünschten den Beiden für die verbleibende Zeit der Walz und für ihre Zukunft alles Gute. Er gab Ihnen den traditionellen Wunsch „Glückliche Tippelei“ auf die Reise
Gut zu wissen was alte Traditionen beinhalten
Die Wanderjahre, auch als Walz, Tippelei oder Gesellenwanderung bezeichnet, beziehen sich auf die Wanderschaft zünftiger Gesellen. Sie umfassen die Zeit des Wanderns der Gesellen nach dem Abschluss ihrer Lehrzeit (Freisprechung). Die Wanderschaft war seit dem Spätmittelalter bis zur beginnenden Industrialisierung eine der Voraussetzungen für den Gesellen, die Prüfung zum Meister zu beginnen. Die Gesellen sollten vor allem neue Arbeitspraktiken, Lebenserfahrung und fremde Orte, Regionen und Länder kennenlernen. Ein Handwerker, der sich auf dieser traditionellen Wanderschaft befindet, wird als Fremdgeschriebener oder Fremder bezeichnet.
