Auch die Rathauskrippe in der Gemeindeverwaltung war in der diesjährigen Advents- und Weihnachtszeit ein Ziel beim Adventsfenstergehen. Beim Straßkirchner Adventsfenster am dritten Adventssonntag konnten sich die Teilnehmer bei wunderschöner adventlicher Musik auf Weihnachten einstimmen. Es wurde von Claudia Sassik eine passende, besinnliche Geschichte zur Adventszeit vorgelesen. Bei der adventlichen Besinnung wurde auf den Frieden, gerade in der Weihnachtszeit, eingegangen. Besonderer Schwerpunkt wurde bei diesem Adventsfenster auf die Geschichte und die Bedeutung der beliebten aus unterschiedlichen Materialien entstandenen und weit verbreiteten Krippenlandschaften gelegt.
Krippendörfer aus Zündhölzern sind beliebt
Immer wieder in der Geschichte durchlebten Weihnachtskrippen stürmische Zeiten, in denen es mit viel Kreativität und ungewöhnlichen Materialen gelang beeindruckende weihnachtliche Szenerien aufzubauen. Weihnachtskrippen und sehr kunstvoll gestaltete Krippenlandschaften hielten Einzug in Bürger- und Bauernhäuser und sind, abhängig vom verwendeten Material, immer Unikate.
Bei der Straßkirchner Rathaus Zündholz-Krippe sind neben dem geschnitzten in der Krippe liegenden Jesuskind, Maria und Josef, Ochs und Esel gerade die Figuren, Landschaften und bauliche Elemente aus zusammengeklebten Zündhölzern gestaltet. Die Stallungen wurden mit einem Kometen und einem passenden Orienthimmel versehen. Festlich mit allerlei farbigen Accessoirs und filigranen Bestandteilen versehen, erfüllt die Zündholz-Landschaft den Zweck die heimische Wohnung auch mit Lichteffekten zu verschönern. Der Anblick der Szenerien verschafft Ruhe und Besinnlichkeit in einer hektischen Zeit.
Zündhölzer sind zeitlose Objekte
Die geschichtliche Entwicklung von Zündhölzern wurde bis in die moderne Zeit erläutert. Ob Sicherheitshölzer oder herkömmliche Streichhölzer – über viele Generationen waren und sind diese Hölzchen in den heimischen Haushalten in Gebrauch. Gerade auch die Streich-Holzschachteln sind als Sammelobjekt beliebt. Streichhölzer sind über viele Jahre hinweg haltbar, wenn sie an einem trockenen Ort aufbewahrt werden. Feuchtigkeit kann die Zündköpfe unbrauchbar machen, daher werden sie in geschlossenen kleinen Schachteln aufbewahrt. Diese verschieden gestalteten Streichholzschachteln dienen nicht nur dem Verpacken und Transportieren von Streichhölzern oder Zündhölzern. Das Sammeln solcher ästhetisch schön gestalteter Streichholzschachteln, bezeichnet man als Phillumenie, und diese Passion wurde anhand von alten aus Karton hergestellten kleinen Streichholzbehältnissen vorgestellt.
Zeitgeist hat starken Einfluss
Die Grafiken auf den Streich-Holzschachteln änderten sich über die Jahre und geben den Zeitgeist überwiegend als Werbeträger und zum Zwecken der Reklame beeindruckend wieder. Ähnlich den Briefmarken sind diese Schachteln oder die Bildnisse auf den Schachteln gleichsam einen Blick in eine „alte Zeit“, wo nicht nur jeder Gasthof und Tabakladen eigene teils beeindruckend schön gestaltete Streich-Holzschachteln hatte.
Da Streichholzschachteln ähnlich wie Briefmarken, zumindest vor der Einführung des Feuerzeuges, weit verbreitet waren, hat sich auf diesem Gebiet auch eine große Anzahl von Sammlern etabliert. Für die Gestaltung von Weihnachtskrippen eignen sich abgebrannte Zündhölzchen ebenso hervorragend, wie man anhand der schönen Zündholzweihnachtskrippe erfuhr.

Die Straßkirchner Rathauskrippe 2025 beinhaltet alle wichtigen Accessoirs eines orientalischen Krippendorfes mit zugehöriger Krippenlandschaft mit Windrad zur Wasserförderung und Häuserfassaden. Alles aus abgebrannten Zündhölzern gestaltet und beeindruckend mit Lichtern arrangiert. Die Szenerie ist noch bis 11.1.26 im Rathaus anzuschauen.