28.06.2018
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Schirmherrschaft des 100-jährigen Gründungsjubiläums übernommen

---Bürgermeister ist Schirmherr bei den Almenrausch-Schützen--- Traditionsverein begeht Jubiläum mit Fest und Umzug

Der Schützenverein "Schützengesellschaft Almenrausch Straßkirchen e.V." wird in diesem Jahr 100 Jahre alt. Dieses Jubiläum soll nach Beschluss der Vereinsversammlung gebührend gefeiert werden. Straßkirchens Bürgermeister Christian Hirtreiter hat im Rahmen eines bayerischen Abends im Schützenheim am 29. Juni 2018 die Schirmherrnschaft übernommen. Beim Schirmherrnbitten durch die Schützenvereinsdelegation sagte Christian Hirtreiter bei weiß-blauem Königswetter den Verantwortlichen die Übernahme dieser ehrenvollen Aufgabe zu. In Mundart konnten die Schützenverantwortlichen, vertreten durch stellvertretender Schützenmeister Georg Muhr, den Bürgermeister überzeugen, dass er die wichtige Funktion des Schirmherrn für das Jubelfest übernimmt. Bürgermeister Hirtreiter konnte ebenso in Mundart frei in Reimen vorgetragen den Bitten entsprechen.

Zu der Festlichkeit sind alle Straßkirchner Ortsvereine und die Delegationen der zum Sektionsverband gehörigen Schützenvereine des Landkreises Straubing-Bogen eingeladen. Die musikalische Umrahmung beim Umzug und den Festlichkeiten übernehmen die „Kapelle Fuhrmann“ und die Irlbacher Donaumusikanten. Am Sonntag, 16. September 2018, beginnt der Festtag um 9.30 Uhr mit der Aufstellung der Vereine bei der Straßkirchner Gäubodenhalle mit anschließendem Zug über den Hiebweg, die Lindenstraße einmündend in die Straubinger Straße zur Pfarrkirche St. Stephanus. Nach dem Gottesdienst mit Pfarrer Michael Killermann um 10.15 Uhr, treffen sich die Vereinsabordnungen auf dem Dorfplatz zum Zug zum Straßkirchner Kriegerdenkmal in der Paitzkofener Straße. Nach dem Gedenken beim Straßkirchner Kriegerdenkmal wird der Zug zur Gäubodenhalle fortgesetzt um dort das Mittagessen einzunehmen anschließend findet dort die Ehrung des Vergleichsschiessens der sieben Gäubodengemeinden statt. Es werden auch die besten Schützen, die sich derzeit im vereinseigenen Schießstand dem Vergleichswettbewerb unterziehen, ausgezeichnet. Die Teilnahme an dem Vergleichsschießen ist für Jedermann ab dem 14. Lebensjahr möglich. Die Anmeldungen sind noch beim Schützenmeister Christian Schäfer für die bis zum 7.7.18, werktäglich ab 19 Uhr durchgeführten Mannschafts- oder Einzelschießwettkämpfe möglich.

---Wechselvolle Vereinshistorie seit 1918 durchlebt---

Am Heilig Abend vor genau 100 Jahren - am 24. Dezember 1918 - unmittelbar nach dem Ende des 1. Weltkriegs - entschlossen sich 70 Männer, darunter viele Kriegsteilnehmer, zur Vereinsgründung. Es wurde als erster seiner Art im damaligen Landkreis Straubing eine "Kriegsschützengesellschaft Straßkirchen" gegründet. Bereits 1924 wurde aus den Kriegsschützen der Verein "Almenrausch-Schützen", sodass bereits im August 1925 auf dem neu errichteten Schießstand ein bezirksweites Gauschießen stattfinden konnte. Im Jahr 1930 wurde dann auf dem Gelände des Gasthofs "Zur Post" auch ein Kleinkaliberschießstand errichtet, der nach dem 2. Weltkrieg durch Unterstützung von Baron von Poschinger-Bray 1955 wieder in Betrieb gehen konnte. Eine Erneuerung fand 1977 statt. Der Schützenverein ist nach wie vor ein Verein bei dem die Geselligkeit und das sportliche Vergleichsschießen gleichermaßen wichtig sind. So sind derzeit einige Vereinsmitglieder Träger auch überregionaler Titel und die jährlichen Dorfmeisterschaften sind immer ein spannendes Ereignis. Ursprünglich gab es in Straßkirchen in einem zweiten Gasthof - Leidl`scher Gasthof (Straubinger Straße) - sogar einen zweiten Schützenverein der weit vor dem 1. Weltkrieg gegründet wurde, dessen Aktivitäten allerdings früher als bei dem auch heute sehr aktiven Almrausch-Schützen endeten. Gerade bei den Meisterschaften sind die Königsketten aber auch die vielfach kunstvoll gestalteten Schützenscheiben Relikte, welche mehr als nur vereinsgeschichtliche Bedeutung haben. Die Materialien der Schützenvereine schreiben in vielen Orten wichtige Kapitel in den jeweiligen Ortsgeschichten. So sind die aus purem Silber hergestellten Schützenketten oftmals fünfstellige Eurobeträge wert, da gerade alte Münzen und Medaillen sich zunehmender Sammelleidenschaft erfreuen. Bei den Schützenscheiben handelt es sich um Ehren- oder Königsscheiben, welche die traditionelle Auszeichnung für Schießwettbewerbe darstellen. Die Tradition der Schützenscheiben ist vorwiegend im bayerisch-österreichischen Raum verbreitet. Ehrenscheiben werden beispielsweise zu Ehren einer Persönlichkeit, anlässlich dessen Geburtstages, einer Hochzeit oder eines Preisschießens gestiftet und ausgeschossen. Der Schützenkönig erhält oftmals zusätzlich zur Königskette auch die Königscheibe, wobei er dadurch auch die Verpflichtung übertragen bekommt, die meist noch aufwendiger oder zumindest genauso wertvolle Königsscheibe für das folgende Königsschießen im darauffolgenden Jahr zu stiften. Ehren- und Königsscheiben sind – und waren besonders im 18. und 19. Jahrhundert – absolute Einzelstücke und sind sehr oft aufwendig künstlerisch gestaltet. Die handbemalte Ehrenscheibe aus Holz ist die ursprünglichste Form der Schießscheibe. Das Ausschießen von Ehrenscheiben geschieht oft verdeckt, d. h. mit zugeklebtem Scheibenspiegel, oder der Gewinner wird nach dem Schießen „ausgestochen“: mit verbundenen Augen sticht eine Person mit einem Jagdmesser auf die Scheibe und bestimmt damit das Ziel, dies war die traditionelle Form, heutzutage erhält der Schütze mit dem besten Schießergebnis in der Einzelwertung die Siegestrophäe. Der Schirmherr des Straßkirchner Schützenjubiläums hat eine vom Straßkirchner Bürger Walter Gschwind gemalte Schützenehrenscheibe für die Durchführung des diesjährigen Schützenvergleichswettkampfes gestiftet. Dem Sieger wird die Ehrenscheibe bei der Königsehrung am 16. September 2018 ausgehändigt. Beim Festabend des Schirmherrnbittens konnten auch die in den vergangenen Monaten bei überregionalen Wettkämpfen sehr erfolgreichen Vereinskameraden durch Ehrenplaketten durch die Vereinsführung ausgezeichnet werden. Neben erfolgreichen Junioren hat der Verein auch einige erfolgreiche Mannschaftsschützen in seinen Reihen. So zählen Bayerische Meister, als auch erfolgreiche Sektionsschützenmeister zu den Mitgliedern des Traditionsvereins.

 

Die Almenrauschschützen Straßkirchen feiern ihren 100. Geburtstag gebührend. Die Verantwortlichen des Schützenvereins konnten Bürgermeister Christian Hirtreiter beim Schirmherrnbitten zu der Übernahme des Amtes gratulieren. Die Schützendelegation mit Ehrenmitglied Helmut Steiner (7. v.re.), sowie Bürgermeister und Schirmherren Christian Hirtreiter konnte bis nach Mitternacht feiern. Zum Verhindern von Regenwetter beim Jubiläumsfest hat der Schirmherr einen weiß-blauen Schirm erhalten.

 

Der Schützenverein „Schützengesellschaft Almenrausch Straßkirchen e.V. wird in diesem Jahr 100 Jahre alt. Das neugestaltete „Vereinstaferl“ weist auf die traditionsreiche 100-jährige Vereinsgeschichte hin










Nach dem 2. Weltkrieg konnte im Jahr 1955 der Straßkirchner Vereinsschützenstand wiedereröffnet werden: die Herbergsmutter und Gastwirtin des historischen Gasthofs „Zur Post“, Hedwig Englberger, stiftete die noch heute erhaltene kunstvoll gestaltete Ehrenschützenscheibe, die noch heute im Vereinslokal hängt.

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