02.01.2020
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Rathauskrippe beim Straßkirchner Adventsfenster

Auch die Rathauskrippe in der Straßkirchner Gemeindeverwaltung war in der diesjährigen Advents- und Weihnachtszeit ein Ziel beim Adventsfenstergehen.

Beim Straßkirchner Adventsfenster am vierten Adventssamstag konnten sich die Teilnehmer bei Mundharmonika-Musik mit Glockenspiel auf Weihnachten einstimmen. Es wurde ein wunderschönes, besinnliches Gedichte zur Adventszeit vorgelesen. Bei dem Gedicht von Robert Reinick zur "Nacht vor dem heiligen Abend" wurde auf die Traumlandschaft der Kinder und den Frieden eingegangen.

Besonderer Schwerpunkt wurde bei diesem Adventsfenster auf die Geschichte und die Bedeutung des Christbaums gelegt. Die geschichtliche Entwicklung wurde bis in die moderne Zeit erläutert.

Der Weihnachtsbaum ist auch ein Friedensbaum

Was in der heidnischen Zeit der Tannenzweig als Symbol für die Lebenskraf darstellt ist heute der Mittelpunkt der Advents- und Weihnachtszeit in den Familien geworden. Festlich mit Lametta, Kerzen und Engeln geschmückt steht er in fast jedem Wohnzimmer bei den heimischen Familien und erfreut die Herzen in der besinnlichen Zeit der Feiertage und darüber hinaus. Regulär wird er in den meisten Familien nach dem 6. Januar abgebaut und das Schmuckwerk für das kommende Fest wieder in Schachteln verpackt aufbewahrt. Was bei den Germanen dazu diente mit Tannenzweigen die Dämonen und üblen Geister zu vertreiben und das Haus vor allem Übel zu bewahren, ist in der Neuzeit zu einem enorm aufgeputzten Baum mit Lichtwerk und Sternen aus verschiedenen Materialien geworden. Die ältesten Belege zu verzierten Christbäumen stammen aus dem 17. Jahrhundert aus dem Elsass. Von der Herzogin Dorothea von Schlesien sind erstmals Kerzen an einem Weihnachtsbaum Anfang des 17. Jahrhunderts urkundlich überliefert. Der berühmte deutsche Dichter Johann Wolfgang von Goethe lässt auch in seinem wohlbekannten Werk "Die Leiden des jungen Werther" im Jahr 1774 den Christbaum mit Wachskerzen und Schmuckwerk erstrahlen. Der festlich verzierte Christbaum wird immer mehr zum festen Bestandteil der Wohnzimmer der heimischen Familien, egal ob reich oder arm - nur die Größe unterscheidet sich. Teuere Glaschristbaumkugeln bei den hochgestellten Personen und ein kleiner Kunststoffbaum oder nur einige in einen kleinen Stecken gestecke Tannenzweige, alles diente und dient dazu um die Besinnlichkeit und den Frieden in die eigenen heimischen Wände zu holen. Ein nordamerikanischer Hochschullehrer hat auch Anfang des 19. Jahrhunderts den Braum in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten geholt. Seit Anfang der 1980er Jahre schmückt sogar ein Christbaum den Petersplatz im Vatikan. Papst Johannes Paul II. führte das Brauchtum hier im Zentrum des katholischen Glaubens ein. Ob aus Kunststoff, Holz oder als wiederverwendbarer Christbaum, der dann wieder zwölf Monate im Garten wachsen darf, alle erfüllen den Zweck die heimischen Wohnungen im Licht zu verschönern und als Friedenssymbol zu dienen.

Bei der Straßkirchner Gemeindeweihnachtskrippe steht auch ein Christbaum mit Nikolausfigur um die Weihnachtsszenerie der Rathauskrippe abzurunden

Die Straßkirchner Rathauskrippe beinhaltet alle wichtigen Accessoirs einer bayerischen Krippenlandschaft: Backofen, Hundehütte, Hirte mit böhmischer Sackpfeife und bayerischer Bauernhoffassade

Die historische Feldpostkarte im Dezember 1918 stellt den Christbaum mit einer "Landserfigur am Baumstamm" als Friedenssymbol nach Ende des grausamen Ersten Weltkriegs dar. Der Christbaum war etwas spärlich im Vergleich zum heutigen Rathauskrippen-Christbaum mit Schmuck ausgestattet, aber doch für die "staade Zeit" einladend

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