18.09.2018
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Radfahrer strahlen mit Sonne um die Wette

Diesjährige Sternenfahrt hat bis zu 13.000 Euro an Spenden eingefahren

In diesem Jahr konnte die Radwallfahrt der Radfreunde Straßkirchen nach Altötting bei perfektem Wetter durchgeführt werden. Nachdem in den letzten Jahren die Fahrer es sich auch bei strömendem Regen nicht abbringen ließen, wurde sie dieses Mal belohnt. Circa 110 Rennradfahrer und auch einige Rennradfahrerinnen starteten um6.00 in Straßkirchen an der Turnhalle. In diesem Jahr wurde eine neue Strecke gewählt, die zwar mit 202 km etwas länger war, aber dafür keine kräftezehrenden Steigungen enthielt. Die gesamte Strecke wurde mit einerDurchschnittsgeschwindigkeit von 28 km/ h absolviert. Viele der neuen Teilnehmer waren aufgrund der perfekten Rundherumbetreuung überrascht. So gab es auf der Strecke mehrere Versorgungsstationen, wo es Frühstück (traditionell gespendet von einer Eggenfeldener Bäckerei) und später auch Mittagessen bzw. einen Nachmittagsimbiss gab. Neben dem Essen wurde auch die Sicherheit der Teilnehmer wie immer großgeschrieben, so wurde der Radkonvoi vom Roten Kreuz, einem Radservicewagen und mehreren Motorradfahrern, die die Strecke sicherten, begleitet. Auf dem Weg nach Altötting begegneten die Radwallfahrer den Fusswallfahrern, die bereits wieder auf dem Rückweg waren und die Radleranfeuerten. In Altötting gehörte für die meisten Teilnehmer auch ein Besuch der Wallfahrtskirche und ein kurzes Gebet dazu.Als der Tross gegen 16.15 wieder in Straßkirchen eintraf, wurde er schon von vielen Freunden, Verwandten und dem 35-köpfigen Helferteam erwartet. Sogar DonauTV filmte die Rückkehr. Bei Kaffee und Kuchen, gespendet von fleißigen Bäckerinnen, und einer riesigen Nudelpfanne konnte geleerte Energiespeicher wieder aufgefüllt werden. Im gemütlichenBeisammensein tauschten die Radler Erfahrungen und Tipps aus.Dass die Radwallfahrt, deren eigentlicher Zweck ja nicht der Sport sondern das Spendensammeln für Krebskranke ist, immer weitere Kreise zieht, zeigte sich auch im Teilnehmerfeld. Der mit 74 Jahren älteste Teilnehmer reiste von Übersee am Chiemsee an. Der RV Viechtach war mit 9 Personen die größte Gruppe. Ein Rennradfahrer kam sogar aus der Schweiz. Der Radler mit der weitesten Anfahrt jedoch kam extra aus Niedersachen. Burkhard Neinrich unterstützt bei sich zu Hause ebenfalls krebskranke Kinder durch die von ihm gegründete Initiative „Kilometer für Kinder“. Jeder registrierte Teilnehmer spendet pro geradeltem Kilometer 1 Cent für die Kinderkrebsstiftung. Auch die „Rad-Engel“ sind extra angereist um Gutes zu tun. Auch hier werden unter dem Slogan „Cycling for charity“ radfahrend Spenden gesammelt. Ab sofort ist die Straßkirchner Radwallfahrt auch auf der Plattform „strava.com“ gelistest, so dass davon ausgegangen werden kann, dass sich die Reichweite noch vergrößern wird. Nach Grußworten von MdL Josef Zellmeier und Bürgermeister Dr. Christian Hirtreiter konnte der Organisator der Fahrt, Ludwig Schiller, Spendenschecks übergeben. So erhielten neben der Kinderkrebshilfe Landau auch die Rad-Engel und „Kilometer für Kinder“ jeweils 1000 Euro. 2 Familien mit einem krebskranken Familienmitglied, eine aus Dingolfing, die andere aus dem Raum Roding, konnten eine großzügige Spende entgegennehmen, die etwas Freude in das durch die Krankheit so anstrengende Familienleben bringen soll. Insgesamt wurden in diesem Jahr bereits über 12.000 Euro an Spenden gesammelt, wovon 8.000 schon verteilt wurden. Der Rest wird noch im Laufe des Jahres an Organisationen bzw. Familien verteilt. Unter „www.sternenfahrt-strasskirchen.de“ sind Spenden ganzjährig möglich und willkommen.

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