02.10.2018
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Musik mit Gefühl und Energie - Schlossensemble Svenja Kruse gastierte in Straßkirchen

Bürgermeister Christian Hirtreiter konnte in der Straßkirchner Schulaula das überregional bekannte fünfköpfige „Schlossensemble Svenja Kruse“ willkommen heißen.

Im gut besetzten Saal der Straßkirchner Grund- und Mittelschule wurde am Sonntag, 30. September 2018, höchste Musizierkunst vor Augen geführt. Bei dem Abschlusskonzert des 24. Internationalen Musikfestivals „Bluval“ waren neben dem Lehar-Stück „Meine Lippen sie küssen, so heiss“ auch eine Vielzahl beliebter „Ohrwürmer“ auf dem Programm.

Unter dem Motto „Meine Lippen, sie küssen so heiß“ nahm das Schlossensemble mit seiner wundervollen Sopranistin Svenja Kruse und den Instrumentalisten die Konzertbesucher mit auf eine musikalische Reise durch die verschiedenen Epochen der Musikgeschichte: ein Abend voller Seligkeit von Klassik bis Swing. Es wurden schwungvolle, berührende, bekannte und zu Herzen gehende Melodien aus Klassik, Operette, Musical bis hin zum Swing präsentiert. Mit dem Konzert in Straßkirchen setzte das Schlossensemble seine erfolgreichen Auftritte im ostbayerischen Raum fort, bei denen volle Konzertsäle und „Standing Ovations“ üblich sind. Auch in Straßkirchen waren viel Applaus und Zugabe-Rufe vorprogrammiert. Das Quintett erfüllte nach dem regulären Programm mit zwei sehr gelungenen Zugaben auch die Wünsche des Publikums.

Svenja Kruse (Gesang), Heike Fischer (Violine), Werner Güntner (Kontrabass), Herbert Hutterer (Keyboard) und Gerhard Putz (Percussion) waren als „Klassik & Swing Schlossensemble“ angekündigt, doch es gab mehr als nur eine „Genre-Mischung“. Mit der stimmkräftigen Sopranistin Svenja Kruse wurde sogar Mozart neu interpretiert. Romantische Lieder sind mehr als ein Kommunikationsmedium der „Verliebten“, so die junge Sängerin Svenja Kruse, die auch moderierend durch den Abend geleitete. Daneben konnte das Publikum auch viel Neues über die „Musik als Sprache des Gefühls“ lernen. In raffinierter Stilvervollkommnung widmeten sich die Musiker also der „Arie des Cherubino“ von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) genauso wie Ohrwürmern wie „Kann denn Liebe Sünde sein“ von Lothar Brühne (1900- 1935). Das dargebotene musikalische Potpourri des Abends war enorm. Der „Ungarische Tanz Nummer 5“ des deutsch-österreichischen Komponisten Johannes Brahms wurde impulsiv präsentiert. Ob das Medley aus der Operette „Fledermaus“ von Johann Strauß oder Georg Friedrich Händels „Einzug der Königin von Saba“ nichts war den Musikern zu anspruchsvoll. Die Zuschauer waren dabei. Sie konnten mitterleben wie hautnah Sanftheit und impulsive Musik ein besonderes Klangerlebnis hervorriefen. Mit Dialogen und Gesang, mit Percussion und Kontrabass wurde ein breiter Musikgenuss geboten. Alles hat die Erwartungen des Publikums getroffen. Die charmante Sängerin Svenja Kruse verheimlichte auch nicht, dass sie eine gebürtige Hamburgerin ist und ließ das Publikum ihre Liebe zur Musik richtig spüren. Dinge die im Leben wirklich wichtig sind kamen so - musikalisch verpackt - zur vollen Geltung: denn nur die Liebe zählt.

Mit diesem Abschlusskonzert war das diesjährige Musikfestival „Bluval“ in Straßkirchen zu Ende gegangen. Was vor 24 Jahren als ein Bläserisches M usikfesti val, verkürzt Bluval, begann ist heute das Synonym für den Musikherbst in und um Straubing herum. Dass erstmals Bluval auch in Straßkirchen organisiert wurde ist der Auftakt für noch mehr, denn Musik ist mehr als nur ein augenblicklicher Genuss. Die beiden in Straßkirchen anwesenden Festivalleiter Stefan Mutz und Andreas Fuchs werden sich zum 25. Jubiläum in künstlerischer wie in organisatorischer Hinsicht im Jahr 2019 wieder Besonderes einfallen lassen. Auch im Jahr 2019 wird Straßkirchen wieder dabei sein.

Das „Swing & Klassik Schlossensemble Svenja Kruse“ begeisterte nicht nur mit klassischen Darbietungen und Stücken aus bekannten Musicals das Publikum in Straßkirchen. Von Links: Herbert Hutterer (Keyboard), Heike Fischer (Violine), Sopranistin Svenja Kruse, Bürgermeister Christian Hirtreiter, Werner Günther (Kontrabass) und Gerhard Putz (Percussion)

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