11.02.2020
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Kirchliche Segnung und Tag der offenen Tür der Feuerwehr bei der Stützpunktwehr

Am Sonntag, 9.2.2020, fand bei der Stützpunktfeuerwehr Straßkirchen die feierliche Weihe des neuen Feuerwehrfahrzeugs und ein "Tag der offenen Tür" im Straßkirchner Feuerwehrhaus statt.

Am vergangenen Sonntag stand die Segnung des neuen Feuerwehrautos HLF20 durch Pfarrer Michael Killermann und die anschließende offizielle Indienststellung im Mittelpunkt. Es ist ein großer Meilenstein für die Freiwillige Feuerwehr Straßkirchen, die damit noch besser für ihre vielen Einsätzen gerüstet ist. Kreisbrandrat Albert Uttendorfer beglückwünschte die Wehr und unterstrich, dass eine bestmögliche Ausrüstung für die heutigen Anforderungen der stets einsatzbereiten Wehr unerlässlich sei. Eingeleitet wurde die Feierlichkeit mit dem Besuch des von Pfarrer Michael Killermann zelebrierten Gottesdienstes in der Pfarrkirche „St. Stephanus“. Im Anschluss an die Messfeier fand im Gerätehaus die Fahrzeugsegnung statt. Nach seinen Begrüßungsworten dankte Bürgermeister Christian Hirtreiter den Gemeinderatsmitgliedern für die einstimmige Entscheidung für die Beschaffung im Dezember 2016. Ein Dankeschön galt weiterhin allen Beteiligten, den aktiven Feuerwehrdienstleistenden und den örtlichen, sowie überörtlichen Führungskräften für deren vorbildliches Engagement. Herausgestellt wurde, dass die Straßkirchner Feuerwehr mit derzeit 82 aktiven Feuerwehrleuten einen Höchststand habe und deshalb jede Investition gut angelegtes Geld sei. Bürgermeister Christian Hirtreiter betonte auch die eminente Bedeutung des Feuerwehrdienstes als Dienst am Nächsten. Er bekräftigte, dass die Vorarbeiten für ein neues Feuerwehrhaus bereits laufen und man auch dann wieder auf entsprechende staatliche Fördermittel hoffe.

Feuerwehrauto mit erweitertem Einsatzspektrum

„Mit dem neuen Fahrzeug sind wir mit den erweiterten Transportmöglichkeiten und dem erweiterten Gerätepool für die diversen Einsatzsituationen bestens gerüstet “, verdeutlichte Kommandant Adolf Hundshammer. Zur Ausstattung des HLF20, das sich beim Einsatzgeschehen dabei bereits bewährt habe, gehören modernste Gerätschaften. Das neue Feuerwehrauto wurde als Ersatzbeschaffung des ein Vierteljahrhundert alten Fahrzeuges zum Dezember 2019 beschafft. Das neue Feuerwehrfahrzeug, Marke Schlingmann, ist höchsten Anforderungen gewachsen. Das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) ist die Bezeichnung für einen Typ deutscher Feuerwehrfahrzeuge verschiedener Größenordnung und die Straßkirchner Wehr hat hier nicht nur ein Fahrzeug mit Wassertank, Pumpenleistung und angemessenem Umfang der Beladung ausgestattetes Fahrzeug, sondern gerade für die vielfältigen Einsätze ein passendes Funktionsauto erhalten. Durch hervorragende Konzeption und viele technische Details ist es ein Erstangriffsfahrzeuge was höchsten Ansprüchen genügt.

Förderung vom Landkreis und vom Freistaat

Mit dem Leitspruch „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“, appellierte die stellvertretende Landrätin Barbara Unger an die weitere aktive Einsatz- und Ausbildungsbereitschaft. Sie stellte die wichtige Funktion der ehrenamtlich aktiven Feuerwehrleute im Landkreis heraus und betonte, dass der ehrenamtliche Dienst keine Selbstverständlichkeit mehr sei. Landtagsabgeordneter Josef Zellmeier konstatierte bei seiner Rede, dass der Feuerwehrdienst auch im modernen Gemeinwesen unverzichtbar sei. Die Gesamtkosten der Ersatzbeschaffung für das alte TSF 16 (Tragkraftspritzenfahrzeug, Baujahr 1992) beziffern sich auf rund 500.000 Euro, wobei ein Zuschuss des Freistaates Bayern von 125.000 Euro und ein Zuschlag für die „Gemeinde mit besonderem Handlungsbedarf“ ausbezahlt werde. Es gäbe auch einen Landkreiszuschuss von 40.000 Euro. „Ich bin mir sicher, dass das neue Einsatzfahrzeug eine gute Investition für die Sicherheit der Bevölkerung ist und auch für euch Feuerwehrkräfte selber. Es ist wichtig, das Leuten in Not schnell und professionell geholfen wird mit bestem Gerät und besten Personal.“ Josef Zellmeier berichtete von seinem eigenen Erfahrungen als junger Feuerwehrmann und richtete abschließend den Dank an alle Beteiligten der Wehr mit den Worten: „Wir wissen, das Fahrzeug ist bei der Straßkirchner Wehr in besten Händen. Kehrt damit stets unfallfrei von den Einsätzen zurück“.

Zünftige Blasmusik war mit von der Partie

Mit musikalischer Umrahmung durch die Kapelle Führmann wurde zum Gasthof „Zur Post“ marschiert und dort zünftig mit Blasmusik begleitet das Mittagessen eingenommen. Am Nachmittag konnte die Bevölkerung das neue Feuerwehrauto bei einem gut besuchten „Tag der offenen Tür“ im örtlichen Feuerwehrhaus in Augenschein nehmen. Die kleinen und großen Besucher konnten die umfangreiche und vielfältige Ausstattung im Feuerwehrhaus, sowie das neue Feuerwehrauto, kennenlernen.

Foto 3.jpg: Die Ehrengäste, Gemeinderatsmitglieder, Funktionsträger, sowie die Vertreter der gemeindlichen Feuerwehren Straßkirchen, Paitzkofen und Schambach bei der Fahrzeugweihe im Straßkirchner Feuerwehrhaus:

von links: Fahnenträger Markus Gütlhuber (Straßkirchen), Fahnenträger Christoph Wintersberger (Schambach), Bürgermeister Christian Hirtreiter, Gemeinderat Heribert Prebeck, Gemeinderat Andreas Dengler, Gemeinderat Richard Kellner, 2. Bürgermeister Heinrich Ring, Gemeinderätin Brigitte Tarras, Gemeinderat Georg Muhr, Gemeinderat Norbert Kiendl, Kreisbrandrat Albert Uttendorfer, MdL Josef Zellmeier, Kreisbrandinspektor Werner Schmitzer, stellv. Landrätin Barbara Unger, Kreisbrandmeister Thomas Abendhöfer, Vereinsvorsitzender Willi Gritsch, Vize-Kommandant Benedikt Kerl, Kommandant Adolf Hundshammer, Pfarrvikar Loxley, stellv. Feuerwehrvereinsvorsitzender Alfred Gegenfurtner, Gerald Riedl (Verwaltungssachgebiet Feuerwehrwesen), Pfarrer Michael Killermann, Fahnenträger Fabian Fuest (Straßkirchen) und Fahnenträger Florian Häusler (Paitzkofen) - Fotovermerk: Sabrina Lankes

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