18.12.2019
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Gewerbetag 2019 war ein Erfolg

Auf Einladung der Gemeinde Straßkirchen fand der diesjährige Gewerbetag statt.

Gewerbetag hilft zum "Vernetzen" -- "Nur wer wagt, gewinnt"

Es wurden die Gewerbetreibenden der Gemeinde eingeladen um aus erster Hand Informationen zu Fördermöglichkeiten und zu künftigen Entwicklungen zu erhalten. Die Chancen durch das verstärkte Zusammenrücken innerhalb der Region wurde durch den Bereichsleiter "Unternehmensförderung" bei der IHK Niederbayern, Hans Meyer, vorgestellt.
Gerade die Möglichkeit zur stärkeren Vernetzung der örtlichen Betriebe soll auch das lokale Potential für die Zukunft erhöhen.
Insbesondere die Förderungen von Neuinvestitionen und der Ausblick auf die Planungen beim "Straßkirchner Gewerbegebiet Ost" erhielten bei der Vormittagsveranstaltung einen breiten Raum. Denn eine Unternehmenserweiterung oder eine Neugründung sei immer ein Wagnis, aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt, so der einladende Bürgermeister Christian Hirtreiter bei seinen Ausführungen. Herbert Meyer stellte sein persönliches Aufgabenspektrum in der Industrie- und Handelskammer vor. Wichtig ist durch das weitere positive Zusammenwachsen innerhalb Niederbayerns das Potential für die Unternehmen in der Region zu vergrößern. Zu dieser kontinuierlichen Weiterentwicklung des Kooperationsraums leisten Beratungsbüros, aber auch die Servicestellen der Industrie- und Handelskammer einen wichtigen Beitrag. Zu ihren Aktivitäten zählen die Beratung zu Förderprogrammen ebenso wie die Organisation von Vernetzungs- und Informationsveranstaltungen.

Der engagierte Referent gab anhand eines Lichtbildervortrags detaillierte Einblicke in die vielfältigen Aktivitäten innerhalb der letzten Jahre.

Mit dem zweiten Vortrag gab Mario Fischer, IT-Netzwerkmanager des Landkreises Straubing-Bogen, einen Überblick über mögliche Handlungsfelder, welche die Unternehmen bei ihren Planungen für die Zukunft nutzen sollten. Fischer führte aus, dass grundsätzlich die Förderwürdigkeit eines Investitionsvorhabens abzuklären sei, denn hier ist durchaus Potential.

"Die Digitalisierung ist eine gewaltige Chance", so führte Fischer aus.
"Jedes Unternehmen braucht eine digitale Strategie – egal ob internationaler Marktführer oder regionaler Handwerksbetrieb" bekräftigte Fischer. Viele Studien zeigen: je höher der Digitalisierungsgrad, desto größer sind die Chancen auf den Geschäftserfolg. Mit dem Digitalbonus werden die kleinen und mittelständischen Unternehmen in Bayern bei der digitalen Transformation unterstützt. Im Mittelpunkt der Förderung stehen digitale Produkte, Prozesse und Dienstleistungen sowie die IT-Sicherheit.

Der bayerische Digitalbonus ist schnell zu beantragen und die Vorschriften sind relativ gering, betonte Mario Fischer. Ein berechtigtes Unternehmen erhält die Hälfte der förderfähigen Projektkosten, das bedeutet beim Standardförderverfahren 10.000 Euro und beim Plus-Förderprogramm bis zu 50.000 Euro, was durchaus eine kräftige Finanzspritze darstellt, so Fischer. Der Mindestbetrag der Förderung beträgt 4000 Euro, was auch für Kleinunternehmen wichtig sei.

Fischer ging auf Möglichkeiten der Förderung durch die Digitalbonus anhand von Beispielen und weitere Förderprogramme ausführlich ein.

Beim dritten Vortrag "Aktuelles aus der Wirtschaftsförderung des Landkreises" von Martin Köck konnten die Teilnehmer beim Referat auch einen Überblick über die Strukturen im Landkreis Straubing-Bogen gewinnen. Es wurden sowohl Fragestellung die große und kleine Unternehmen betreffen behandelt. Themen waren unter anderem die regionalenWirtschaftsförderung und einzelne Unternehmensinvestitionen. Die Wirtschaftsförderung im Landkreis Straubing-Bogen versteht sich als Dienstleister und Partner für Betriebe der örtlichen Wirtschaft, so Wirtschaftsreferent Martin Köck. Durch eine enge Vernetzung sollen geeignete Rahmenbedingungen für Wachstum und Fortschritt im Landkreis Straubing-Bogen weiterentwickelt werden.

Die Entwicklung auf dem Markt für Fachkräfte ist eine Herausforderung der man sich stellen müsse, so äußerten sich alle Teilnehmer bei der Diskussion. Die Handwerker würden pragmatisch und zuversichtlich an das Problem herangehen. Das Handwerk habe beispielsweise bei der Azubi-Suche harte Konkurrenz: die Industrie oder auch den Trend zur akademischen Laufbahn. Und entscheidend sei heute nicht mehr nur die Bezahlung. "Um Fachkräfte zu bekommen, sei vor allem wichtig dazustellen, dass die eigene Ausbildungsleistung ein wichtiges Mittel ist", so der Grundtenor. Die Abiturientenquote im Handwerk bei den Ausbildungsberufen steige zusehendes.
Ein weiterer Schwerpunkt bei der Diskussion war auch die Förderung im Hinblick auf die Digitalisierung der Unternehmen.
Der Gewerbetag soll künftig weiterhin regelmäßig durchgeführt werden. Von allen drei Referenten wurde konkret auf die Fragestellungen der Teilnehmer dieses Gewerbetags eingegangen.

Der Bereichsleiter "Unternehmensförderung" der niederbayerischen Industrie- und Handelskammer, Hans Meyer (re.) und Bürgermeister Christian Hirtreiter (li.) waren sich beim Straßkirchner Gewerbetag einig, dass gerade das Vernetzen einen Mehrwert in der modernen Wirtschaft bringt und Mittelstands-Unternehmer bei Investitionen großen Mut zeigen

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