13.12.2019
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Adventsgehen in Straßkirchen gestartet

Nach einigen Jahren des Pausierens findet auf Initiative von Bürgermeister Christian Hirtreiter während der diesjährigen Advents- und Weihnachtszeit wieder ein Adventsfenstergehen statt.

Die Weihnachtsfeiertage und der "Heilige Abend" sind seit Generationen das wichtigste Familienfest im Jahresverlauf. An immer unterschiedlichen Häusern wird beim Straßkirchner Adventsgehen zu einer bestimmten Uhrzeit ein festlich weihnachtlich dekoriertes Fenster geöffnet. An den Fenstern wird gesungen und die adventliche Atmosphäre genossen. Beim Straßkirchner Adventsfenster kann man sich in der Dorfgemeinschaft gemeinsam in den Familien mit "jung und alt" auf Weihnachten einstimmen. Am ersten Adventssontag, 1. Dezember 2019, wurde beim ersten von sieben Terminen zu Fuß vom Dorfpavillion zum "Adventsfenster" im örtlichen Pfarrheim marschiert. Kinder konnten, teils mit Laterne ausgestattet, mitgehen und sich bis zur Ankunft im Pfarrheim St. Stephanus auf die vier aufgebauten Flintsbacher Großkrippen freuen. Auf dem Weg vom Dorfpavillion zum Fenster wurde das Lied "Eine Kerze leuchtet weit" gesungen. Mit diesem Brauchtum soll die Tradition in Straßkirchen wiederbelebt werden und so den Familien eine Möglichkeit eröffnet werden am Heimatort die "staade Zeit" zu genießen. Es wurden eine Geschichte vorgelesen und adventliche Lieder gesungen. Nach dem Öffnen der mechanischen mit Musikwerk ausgestatteten Krippen konnten die 70 Teilnehmer die in umfangreicher Kleinarbeit hergestellten Großkrippen detailliert inspizieren und von den Krippenbauern nähere Erläuterungen erhalten. Die bekannte Krippenbauerfamilie Kufner aus Flintsbach bei Winzer (Landkreis Deggendorf) hatte aus ihrem umfangreichen Weihnachtskrippenfundus zwei besondere mechanische Großkrippen und zwei bayerische Krippenlandschaften ausgestellt. Mit passender Musik öffneten sich die traditionelle altbayerische Holzkrippe und eine Krippe zum Passauer Dom. Mit viel Liebe zum Detail sind die Krippen in ausschließlicher Handarbeit entstanden und vermitteln so eine besondere Stimmung. Die Betrachter konnten dann das filigran gestaltete Innenleben, das jeweils über ein Jahr Herstellungszeit in Anspruch nahm, bewundern. Gerhard und Roland Kufner beantworteten die vielen Fragen gerade der kleinsten Teilnehmer, die mit funkelnden Augen, vor den halbmenschgroßen Bauten, staunten. Am zweiten Adventssamstag, 7.12.2019, stellt die Familie Baumann in der Bachstraße ein adventliches Fenster aus und freut sich auf den Besuch. Am zweiten Adventssonntag wird die Künstlerfamilie Orth eine Kofferkrippe zusammen mit den Holzplaneten vom Holzkünstler Manfred Hilmer ebenso in der Bachstraße eröffnen. Die bekannte Straßkirchner Künstlerin Maria Thurner lässt am dritten Adventssamstag (14.12.2019) die Besucher einen Blick auf ihre Krippenlandschaft in der Irlbacher Straße werfen. Am dritten Adventssontag (15.12.2019) wird die Familie Lorenz eine halblebensgroße Birkenholzkrippe öffnen. Am vierten Adventssamstag ist eine Weihnachtskrippe am Straßkirchner Rathaus das Ziel. Der Straßkirchner Pfadfinderverein gestaltet am vierten Adventssonntag in der Paitzkofner Straße beim neuen Pfadfinderheim ein Adventsfenster. Die bayerische Domkrippe des Passauer Doms der Flintsbacher Krippenbauerfamilie Kufner wird in der kommenden Woche noch zu separaten Terminen im Pfarrheim zu sehen sein. Auch die drei anderen handwerklich filigran gestalteten Meisterwerke werden nochmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Die Gemeinde Straßkirchen und die Künstlergemeinschaft haben die Flintsbacher Krippenbauerfamilie Kufner für den Start des diesjährigen Adventsgehens gewinnen können. Im Bild die Erbauer der bayerischen Großkrippen Roland und Gerhard Kufner vor der Passauer Domkrippe beim Eröffnungsabend von links: Maria Lorenz, Ingrid Faltermeier, Walter Lorenz, Gerhard Kufner, Roland Kufner, Pfarrer Loxley Sebastian Paravakal, Pater Michael (Straubinger Karmeliten) und Bürgermeister Christian Hirtreiter – Fotovermerk ch

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