13.12.2019
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Adventsfenster mit Nikolausbesuch

Nach einigen Jahren des Pausierens findet in Straßkirchen in der Advents- und Weihnachtszeit wieder ein Adventsfenstergehen statt.

An immer unterschiedlichen Häusern wird beim Straßkirchner Adventsgehen zu einer bestimmten Uhrzeit ein festlich weihnachtlich dekoriertes Fenster geöffnet. Beim Straßkirchner Adventsfenster am zweiten Adventssonntag konnten sich über 50 Teilnehmer, darunter viele Kinder, bei der Künstlerfamilie Orth in der Dorfgemeinschaft auf Weihnachten einstimmen.

Es eröffnete die Künstlerfamilie Orth eine weihnachtliche Kofferkrippe zusammen mit den Holzplaneten vom Holzkünstler Manfred Hilmer an der Bachstraße. Auf dem Weg vom Dorfpavillion am Kirchplatz zum Fenster wurde das Lied "Eine Kerze leuchtet hell" gesungen. Die teilnehmenden Kinder waren hier auch eingeladen eine Laterne mitzunehmen. Gerade beim Überqueren einer kleinen Brücke über dem Irlbach war die Stimmung der "staaden Zeit" entsprechend ruhig. Der Ablauf des jeweiligen Besuchs ist nach einer kurzen Einführung und Erläuterung, ein Lied, sowie ein Gedicht und anschließend ein gemütliches Beisammensein. Hans Orth stellte in der hell erleuchteten Doppelgarage seine hölzerne Kofferkrippe und eine Weihnachtsszenerie mit den Holzplanenten seines Künstlerkollegen Manfred Hilmer vor. Die Kofferkrippe wird jedes Jahr um ein neu hergestelltes, selbstgeschnitztes Utensil, einen König, oder eine andere Krippenfigur, erweitert. Die Kofferkrippe war bei der letzten Krippenausstellung 2018 im Straßkirchner Pfarrheim in einer Kleinfassung erstmals vorgestellt worden. Das besondere an der Kofferkrippe ist, dass sie das Jahr über in den Koffer verstaut aufbewahrt wird, der als Unterlage und als Rückwand der Krippe dient. Alle Figuren und Krippenhäuschenbestandteile passen in den schmalen Koffer. Die Kofferkrippe hat den Charme, dass sie nicht viel Platz einnimmt und doch mittels Tüchern groß erscheinend aufgebaut werden kann. Die Holzplaneten von Holzkünstler Manfred Hilmer waren in der mit kleinen Sternen erleuchteten Krippenlandschaft eingebunden. Die maserierten, selbst gedrechselten großen und winzig kleinen Kugeln aus unterschiedlichen Holzsorten vermittelten einen besonderen Eindruck. Es wurde ein wunderschönes, besinnliches Gedichte zur Adventszeit vorgelesen und aus "Briefen ans Christkind" zitiert. Das Betrachten der in mühevoller Kleinarbeit gestalteten Szenerie diente dazu um im Advent etwas zur Ruhe zu kommen und die Atmosphäre in dem direkt am Bachlauf gelegenen Anwesen zu genießen. Für die Kinder kam überraschend der Hl. Nikolaus (Ludwig Kiendl) mit seinem finsteren Gesellen, Knecht Ruprecht, und verteilte kleine Geschenke an die Kinder.

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